Français

Update: 22.01.2019


Dermatologische Magistralrezepturen

Allgemeine Hinweise zu dermatologischen Rezepturen

Trotz dem grossen Angebot an registrierten dermatologischen Arzneimittel gibt es gute Gründe, warum in bestimmten Fällen auf eine den Patienten angepasste individuelle Rezeptur und somit Therapie zurückgegriffen wird. Die GD (Gesellschaft für Dermopharmazie) hat am Jahrestagung 2005 in Wien folgende Gründe für den Einsatz von Magistralrezepturen aus dermatologischer Sicht angegeben:

1. Abdeckung therapeutischer Lücken
2. Anwendung spezifischer therapeutischer Konzepte
3. Einsatz therapeutisch sinnvoller Wirkstoffkombinationen
4. Anwendung außerhalb der Zulassung (Off Lable Use)
5. Keine geeignete Grundlage als Fertigpräparat verfügbar
6. Fehlen einer geeigneten Wirkstoffkonzentration bei Fertigarzneimitteln
7. Keine geeignete Packungsgröße als Fertigpräparat verfügbar
8. Kosteneinsparung (insbesondere bei Verordnung größerer Mengen)

Die Verordnung einer individuellen Rezeptur oder Magistralrezeptur muss ein therapeutisches Konzept enthalten und nach bestimmten Grundsätzen erfolgen. Dies umfasst auch Mindestanforderungen betreffend der pharmazeutischen Qualität (PhH 10), welche in der Schweiz gesetzlich geregelt ist. Weitere Angaben sind in den Erläuterungen (PhH 10) zu finden. Ergänzt werden diese durch folgende Angaben zur Herstellung. Eine umfassende Qualitätssicherung vom Eingang der Rohstoffe, über eine lückenlose Dokumentation bis zur Abgabe an den Patienten ist die Basis.
Eher neuer sind die umfassenden Hygienemassnahmen, die auch bei der Herstellung von Magistralrezepturen sehr wichtig sind, da sich die Aufbrauchsfristen schlussendlich auf einen Hygienestandard beziehen.

Bei einer dermatologischen Therapie ist die Vehikel- oder Grundlagenwahl mindestens so wichtig wie die Wahl des Wirkstoffes. Dabei wird in bestimmten Fällen eine Therapie analog einem "Baukastenprinzip" angepasst dem Hautzustand ohne Wirkstoffe gewählt oder mit bewährten Wirkstoffen in der adäquaten Grundlage verordnet.

Pharmazeutische Firmen bieten ebenfalls Rezepturen mit ihren Grundlagen an. Auf dieser Homepage sind daher auch die Kompatibilitätstabellen der Firmen mit ihren Grundlagen und den entsprechenden Grundlagen zu finden.


Einleitungstext als PDF

Einleitung
Gründe und Grenzen für den Einsatz von Magistralrezepturen
Mindestanforderungen an eine Magistralrezeptur
Herstellung von Magistralrezepturen
Qualitätssicherung in der Apotheke
Haltbarkeitsangaben für Magistralrezepturen
Spezielle Hinweise für den rezeptierenden Arzt
Erforderliche Mengen an topischer Medikation pro Körperregion
Trivialmasse (Volumetrische Massangaben)
Galenische Systematik mit Indikation, Wirkung etc.
Obsolete Wirkstoffe
Wirkungsspektrum und Eigenschaften der Antiseptika und Antibiotika
Einteilung der Kortikosteroide nach ihrer Wirkstärke [1] [2]
Ichthyol® hell und dunkel und Teer